Information zur 42 MwSt-Senkung

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Anleitung 42 ERP MwSt Senkung 843.17 KB 223 downloads

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Wir wären an einer Vorbereitung zur der MwSt. Umstellung durch die Firma Dupp interessiert. Wir wissen, dass die Umstellung am 01.07 erfolgen wird und die Firma Dupp nur wenige Kunden an diesem Tag umstellen kann. Wir sind darüber Informiert, dass grundsätzlich nach dem Eingang der Beauftragung umgestellt wird. Bitte erstellen Sie an uns (nachfolgende Firma) ein Angebot:

Umstellung der MwSt. zum 01.07.2020
von 19 auf 16% und von 7 auf 5%
innerhalb 42 Arthur/ERP

Inhalt

Kundenstamm.. 2

Firmenstammdaten. 2

Hinweis zur Verwendung der Sätze im Artikelstamm.. 3

Auswirkungen auf die Belege. 7

MwSt. und die FIBU Konten. 9

Übergabe an Syska Eurofibu. 11

Syska Profi (REWE). 11

Datev 5.0 Übergabe. 12

Preisanpassung bei Bruttopreisen. 12

Verwendung von Anzahlungsrechnungen in unterschiedlichen MwSt.-Perioden. 14

Fazit. 15

Die Möglichkeiten sind mit der aktuellen Version 2020 getestet, bei älteren Versionen kann es Abweichungen geben. Alle Angaben sind nach besten Gewissen erstellt, aber ohne Gewähr!

Kundenstamm

Hier muss nichts geändert werden.

Firmenstammdaten

(1): Hier stehen die derzeit verwendeten Steuersätze, oder auch die Steuersätze, die vor der alten MwSt. Erhöhung zum 01.01.2007 Gültigkeit hatten. Dann wären unter (2) die aktuellen Steuersätze.

Hinweis zur Verwendung der Sätze im Artikelstamm

Die Software arbeitet programmintern im Artikelstamm mit der Mwstklasse. Dabei ist die Zählnummer zur Satznummer immer um eins reduziert. Wenn einem Artikel die 19% zugewiesen sind (entspricht Satz 1 in den Firmeneinstellungen), dann ist die Mwstklasse für diesen Artikel gleich »0«. Die Spalte mit der Mwstklasse lässt sich in der Artikel-Übersicht mit einblenden. Alle Artikel mit Mwstklasse = 0 greifen auf Satz 1 in den Firmeneinstellungen zurück und werden daher mit 19% ausgezeichnet:

Artikel mit ermäßigtem Steuersatz 7% (z. B. Bücher.) greifen auf Satz 2 in den Firmeneinstellungen zurück und verfügen daher über die Mwstklasse »1«:

In der Maske eines geöffneten Artikels wird die Mwstklasse wieder als % Wert dargestellt:

Fazit: der MwSt.-Satz von 19% oder 7% ist also in dem Artikel NICHT als Wert enthalten, sondern nur der VERWEIS auf den entsprechenden Schlüssel in den Firmeneinstellungen.

Hier kann man nun auch festlegen, ab welchem Datum ein neuer MwSt.-Satz gelten soll:

Für die aktuell anstehende MwSt.-Senkung werden also folgende Werte eingetragen:

Wenn das hinterlegte Datum erreicht wird, wird im Artikelstamm automatisch sichtbar, welcher Steuersatz aktuell verwendet wird:

Auswirkungen auf die Belege

In den Belegen verhält es sich so, dass der wirkliche Satz und NICHT mehr die Mwstklasse gespeichert wird. Somit wird im Beleg der zu diesem Zeitpunkt gültige MwSt-Satz festgehalten und berechnet. Ab dem Umstellungs-Datum werden bei neu angelegten Belegen die neuen Steuersätze genommen:

Nun könnte es sein, dass Sie einen Auftrag vor dem 01.07.2020 angelegt haben – hier greifen noch die derzeit gültigen Steuersätze:

Nun wird aber der Lieferschein (Lieferung und Leistungsdatum) nach dem 01.07. erstellt. Das bedeutet ja, dass dann im Lieferschein der vergünstigte MwSt.-Satz gilt.

Wenn das Datum >= 1.7.2020 im Lieferschein lautet, so wird der Lieferschein automatisch umgesetzt.

Somit werden Belege, die nach der Datumsgrenze NEU erstellt werden, automatisch auf den richtigen Steuersatz geändert.

Bsp: Sie möchten am 10.07.2020 eine Rechnung erstellen, bei der die betreffende Lieferung vor dem 01.07.2020 stattgefunden hat. Das Rechnungsdatum soll aber, wegen dem Zahlungsziel, auf dem 10.07.2020 eingestellt bleiben. Also eigentlich vom Rechnungsdatum her neue MwSt.-Sätze, durch das Lieferungs-/Leistungsdatum aber alte MwSt.-Sätze.

Dafür kann man dann das »LEISTUNGSDATUM« in der Rechnung (oder auch in anderen Belegen) nutzen (sollte dieses Feld in Ihren Masken nicht sichtbar sein, so wurde es ausgeblendet und kann von uns schnell wieder eingebaut werden).

Wenn dieses Feld genutzt wird, kommt die entsprechende Abfrage:

Wird die Abfrage mit Ja bestätigt, werden die Sätze in den Artikeln entsprechend geändert.

MwSt. und die FIBU Konten

In den Firmeneinstellungen sind die Fibu Differenz Konten entsprechend zu den jeweiligen Steuersätzen neu zu bestimmen:

Im Artikelstamm ändern sich ja dann auch evtl. die entsprechenden Erlöskonten. Das müssen Sie aber mit Ihrem Fibu Anbieter klären, ob hier was umgestellt werden muss.

Sollte das der Fall sein müssen diese in den Artikeln angepasst werden:

Ist der Artikel einer Warengruppe zugeordnet, können auch alle zugehörigen Artikel automatisiert über die Warengruppe angeglichen werden.

Übergabe an Syska Eurofibu

Hier müssen die Konten nicht verändert werden, die Syska erkennt automatisch die richtigen Konten:

Syska Profi (REWE)

Auch hier müssen keine Konten umgestellt werden, diese werden automatisch erkannt:

Datev 5.0 Übergabe

Auch hier werden die Konten richtig geschlüsselt:

Preisanpassung bei Bruttopreisen

Die Preisanpassung bei Bruttopreisen zum Nettopreis ist nur für INCLUSIV-KUNDEN und BARKASSEN relevant. 42 Arthur/ERP arbeitet nur mit Nettopreisen, die zzgl. des aktuellen MwSt.-Satzes dann den entsprechenden Bruttowert ergeben.

Bsp.: Sie möchten für einen Artikel incl. MwSt. 100 € haben. Um den richtigen Nettopreis zu erhalten, der dann bei einem INCLUSIV Kunden wiederum die 100 € Brutto ergibt, kann der Bruttowert in diesem Feld einfach auf den Nettopreis umgerechnet werden:

Geben Sie im Preis 1-Feld die 100 € ein, drücken dann »ALT+N« und Sie erhalten den gewünschten Nettopreis, natürlich bezogen auf die hier hinterlegten 19%.

Nach der Umstellung würden auf den Nettopreis des Artikels jedoch nur die 16% aufgeschlagen werden. Ihr INCLUSIV Kunde würde dann den Inklusivpreis von 84,034 *1,16 = 97,48 € erhalten (das ist ja dann die wirkliche reelle 2,52% MwSt.-Senkung). Somit müssen die Nettopreise eigentlich nicht geändert werden.

Möchte man aber gerundete kundenorientierte Bruttopreise erhalten, muss man anders vorgehen:

Der Kunde denkt, er bekäme von den 100 € Brutto 3% Rabatt, weil ja die Steuer von 19% auf 16% reduziert wurde. Natürlich ist das hinsichtlich der oben gezeigten Berechnung real nicht so.

Also geht er davon aus, dass ihm das Produkt nur 97 € kostet, was netto 83,621 € entspricht. Somit müssen alle Nettopreise entsprechend angepasst werden. Hier bietet sich am einfachsten ein Import der (neuen) Preise an. Dafür würden Sie eine EXCEL Liste erstellen (Spalten Artikelnummer und Preis1), in der alle neuen Nettopreise aufgeführt sind und diese importieren. Für die genaue Vorgehensweise können Sie uns kontaktieren.

Verwendung von Anzahlungsrechnungen in unterschiedlichen MwSt.-Perioden

Hier erscheint es uns, dass es keine Probleme geben wird, wenn z. B. die Anzahlungsrechnung noch zu 19% geschrieben und dann mit einer 16% Rechnung verrechnet wird. Es wird ja immer der BRUTTO Restbetrag ausgerechnet und ausgewiesen. Somit ist bei diesem Restbetrag die Steuer egal.

Rechnung und Abschlagsrechnung werden ja getrennt an die Fibu übermittelt. Somit sollte es dort zu keinen Problemen kommen.

Fazit

Da der Umstellungszeitraum sehr kurz ist (halbes Jahr) kann es immer wieder zu Überlappungen kommen, sofern nicht immer alles zum richtigen Zeitpunkt angelegt und verrechnet wird. Die Firma Dupp kann jederzeit hier auch manuell weiterhelfen und Daten in der Datenbank ändern.

  • Im Kundenstamm muss nichts geändert werden
  • Im Artikelstamm muss das MwSt.-Feld NICHT geändert werden
  • In den Firmeneinstellungen müssen die neuen Steuersätze eingetragen werden entweder direkt oder in Verbindung mit dem »Neuer Mwstsatz ab:«-Datumsfeld
  • selten: ggfls. die Erlöskonten von 19 zu 16 % Konten anpassen (bzw. 7% zu 5%)

ACHTUNG! Da die Senkung der Steuersätze nach derzeitigem Stand nur für sechs Monate gelten soll, muss bei unerledigten Belegen immer auf den richtigen Steuersatz geachtet werden, so dass diese entsprechend ihrem LEISTUNGSDATUM richtig berechnet werden.

Für manuelle Änderungen der Steuersätze haben wir in unseren Dupp Tools diese Funktion hinzugefügt, wo man entsprechende Änderungen pro Beleg vornehmen kann.